Inhaltsbereich

Auszug - Beschluss zum Ausbau von Vorflutleitungen zum Hochwasserschutz im Ortsteil Löwitz - Gewässerausbau 121/B1 und Teilbereich 121  

Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses der Stadt Rehna
TOP: Ö 8
Gremium: Bau- und Ordnungsausschuss der Stadt Rehna Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 30.10.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:20 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Versammlungsraum des Langen Hauses
Ort: Freiheitsplatz 1, 19217 Rehna
1292/11BA/2018 Beschluss zum Ausbau von Vorflutleitungen zum Hochwasserschutz im Ortsteil Löwitz - Gewässerausbau 121/B1 und Teilbereich 121
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Buchholz, Antje
Federführend:Bauamt Bearbeiter/-in: Kröhnert, Antje
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Sachverhalt:

Das Planungsgebiet umfasst den gesamten Ortsteilbereich von Löwitz bis zum Übergang /

Auslauf der bestehenden Rohrleitung an der Gemarkungsgrenze zu Rehna.

Der für die Unterhaltung des Gewässers zuständige Wasser- und Bodenverband hat

bereits seit Jahren den Gewässerausbau als Hochwasserschutz gefordert, um dauerhaft

insbesondere auch das anfallende Niederschlagswasser der am Oberlauf des Gewässers

angeschlossenen Ortsteilflächen von Löwitz mit den bestehenden Teichen sowie die

weiterführend landwirtschaftlich genutzten Flächen sicher abführen zu können sowie die am

Unterlauf anliegenden landwirtschaftlichen Flächen des „rgermeistergrabens 121“

dlich der Stadt Rehna langfristig vor Übernässung aufgrund von mehrfach im Jahr

auftretenden Hochwasserereignissen zu schützen.

Insbesondere bei Starkregenereignissen ist der Unterlauf des Gewässers 121 südlich der

Stadt Rehna überlastet.

Die vorhandenen Gewässerleitungen sind im derzeitigen Rohrquerschnitt

unterdimensioniert, insbesondere aufgrund der seit 1990 verstärkt versiegelten Flächen

innerhalb der Ortslagen. Weiterhin ist der Zustand der vorhandenen Rohrsysteme stark

beeinträchtigt worden durch die damalige Nutzung als Überlauf der seinerzeit genutzten

Kleinkläranlagen der Grundstücke in der Ortslage Löwitz, so dass die Oberflächen der

hauptsächlich vorhandenen Betonrohre teilweise ebenfalls stark korrodiert sind.

Das Gewässer verläuft innerhalb der Ortslage von Löwitz ab der westlichen Zuwegung

zur Bundesstraße B104, beginnend als kleiner „schwasserteich“, dann zunächst als

offener Graben verlaufend an der nördlichen Grenze der Bebauung (bis ca. Stat. 0+100).

Zwischen Stat. 0+100 und ca. 0+112 ist ein vorhandener Rohrdurchlass als

landwirtschaftliche Überfahrt vorhanden, bevor der Graben dann zunächst in südliche

Richtung, dann weiter in östliche Richtung verläuft bis zum nördlichen, mittig gelegenen

Teich.

Ab hier verläuft ab ca. Stat. 0+295 eine Rohrleitung als Teichüberlauf zunächst innerhalb

der unbefestigten Wegetrassen zwischen den vorh. Wohngebäuden in östliche Richtung

hindurch und dann weiterführend in nördliche Richtung über vorhandene,

landwirtschaftlich genutzte Flächen bis zu einem offenen Grabensystem bei ca. Stat.

0+532. Dieser Abschnitt geht über in einen ebenfalls vorhandenen, natürlichen Teich,

welcher einen Tiefpunkt vor der nordwestlich gelegenen Bebauung westlich der

Zufahrtstraße „Lindenweg“ darstellt.

Ab ca. 0+643 verläuft das Gewässer wieder als Rohrleitungssystem über die

landwirtschaftlich genutzten Flächen bis zu einem bestehenden Schacht des Gewässers

121, welches selbst zunächst parallel zur Bundesstraße B104 verläuft.

Ab dem Bestandsschacht südlich der Bundesstraße B104 (ca. Stat. 1+038), westlich der

Gemeindestraße „Lindenweg“ verläuft das Gewässer wie zuvor beschrieben in östliche

Richtung, in Richtung der Stadt Rehna, parallel zur B104, ca. 400 m (bis ca. 1+435), so

dass die Rohrleitung innerhalb der topographischen Muldenformation der

landwirtschaftlichen Flächen in süstliche bzw. weiterführend in südliche Richtung

verläuft und dann in einem vorhandenen, offenen Gewässerlauf mündet, bei ca. Stat.

1+920.

Das vorhandene Entwässerungssystem, welches insgesamt als System aus offenen

Grabenverläufen, natürlichen Teichen und Rohrleitungssystemen besteht, soll auf

gesamter Länge in Hinsicht auf die hydraulische Leistungsfähigkeit, die

Unterhaltungsfähigkeit sowie das Rückstauverhalten erneuert bzw. verbessert werden.

Zusätzlich ist im Übergangsbereich bei ca. Stat. 1+900 eine weitere hydraulische

Entlastung des weiterführenden Gewässers in Richtung der Stadt Rehna vorgesehen, in

Form eines neu herzustellenden Regenrückhaltebeckens.

Die Hochwasserschutzmaßnahme findet folglich zu knapp 95% auf landwirtschaftlichen

Flächen statt.

Die Gesamtlänge des Gewässerausbaus beträgt ca. 1920 m.

Der Ausbau des Gewässers erfolgt nach Zuteilung entsprechender Fördermittel vorauss.

im Jahr 2019 / 2020.

Kosten gem. Kostenschätzung ca. 850.850,00 brutto.

r das Vorhaben wurde ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung nach der Richtlinie zur Förderung nachhaltiger wasserwirtschaftlicher Vorhaben gestellt. Der Fördersatz beträgt 80 %. Der finanzielle Eigenanteil der Stadt Rehna beträgt 170.170,00 €. Dieser Eigenanteil kann durch eine Sonderbedarfszuweisung zu 50 % gefördert werden. Ein Antrag auf SBZ wird gestellt.


Beschluss:

Die Stadt Rehna beschließt die Durchführung der Maßnahme unter der Voraussetzung, dass die beantragten Förderungen gewährt werden.


Abstimmungsergebnis:

Gesetzl. Anzahl Ausschussmitgl.: 11

davon anwesend: 8

Ja-Stimmen: 8

Nein-Stimmen: -

Stimmenthaltungen: -

 

Bemerkung: Auf Grund des § 24 Kommunalverfassung haben folgende Mitglieder der Gemeindevertretung weder an der Beratung noch an der Abstimmung mitgewirkt: