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Auszug - Bauvoranfrage: Sanierung und Ausbau der Scheune zur Wohnraumnutzung in Campow, Zum Anger 9 von Herrn Kierstein  

Sitzung der Gemeindevertretung Utecht
TOP: Ö 8
Gremium: Gemeindevertretung Utecht Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 26.11.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:30 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Dorfgemeinschaftshaus Utecht
Ort: Seeweg 2, 19217 Utecht
0358/15BA/2013 Bauvoranfrage: Sanierung und Ausbau der Scheune zur Wohnraumnutzung
in Campow, Zum Anger 9 von Herrn Kierstein
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Kreße, Evelyn
Federführend:Bauamt Bearbeiter/-in: Kreße, Evelyn
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Sachverhalt:

Sachverhalt:

die Fam. Kierstein, besitzt mit dem Flurstück 196/3 das ehemalige Hofgrundstück der Vollhufe 3 in Campow. Neben dem Haupthaus (Vierständerhaus – äußerlich voll saniert) befindet sich auf dem Hofgrundstück eine Scheune, welche sich in seinem städtebaulichen unakzeptablen Zustand befindet. Der sich auf dem Hofgrundstück ebenfalls befindliche Altenteiler wurde wegen sehr schlechtem Bauzustand abgetragen.

 

Für die äußere Instandsetzung, Fassade und Tore, erhielt Fam. Kierstein die denkmalrechtliche Genehmigung. Über die Frage eines Ausbaus zur Wohnnutzung, entsprechend des B-Planes Nr. 3 in Campow, unter denkmalsrechtlichen Gesichtspunkten konnte die Untere Denkmalsbehörde keine verbindliche Aussage über den Einbau von Türen, Fenstern und Gaupen treffen und riet uns, über eine Bauvoranfrage, die äußere Gestaltung zu klären.

 

Fam Kierstein möchte diese ehemalige Hofstelle in ihrer Ursprünglichkeit erhalten, denn sie ist die letzte von mehreren ehemaligen Vollhufen in Campow. Bei dem Umbau der Scheune zu Wohnzwecken sind sie bemüht, das äußere Erscheinungsbild dieser behutsam zu verändern, jedoch so, dass der ursprüngliche Scheunencharakter leicht nachvollziehbar bleibt. Durch den Einbau moderner Elemente (Fenster, Türen und Glaselemente) ist es möglich, alt und neu leicht zu erkennen. Im Dach sollen typische Schleppdachgaupen eingebaut werden, welche mit Lerche in Natur bekleidet sind. Die Dacheindeckung soll mit roten S-Pfannen erfolgen. Die Wohnaufteilung richtet sich strikt nach den alten und neuen sichtbaren Elementen.

 

Baubeschreibung:

  1. Ostseite: Diese Seite der Scheune ist der Straße zugewandt. Hier soll so wenig wie möglich in die vorhandene Erscheinung eingegriffen werden. Nur oben im Giebel sollen Glaselemente zur Belichtung des Kinderzimmers und des Treppenaufganges eingefügt werden. Das Scheunentor und die kleine Holztür bleiben erhalten (nach Sanierung) und können das Glaselement bzw. die Eingangstür verschließen. Die zwei nicht benötigten zugemauerten Fenster bzw. die eine Tür werden durch eine neue Zumauerung, aber einen viertel Stein nach innen versetzt, saniert.
  2. Nordseite ist ebenfalls straßenseitig gut einsehbar. Um den Charakter zu erhalten, kommen hier moderne Glaselemente in schmaler, aber mit ausreichender Belichtungsfunktion zum Einsatz. Der ursprüngliche Scheunencharakter ist sofort nachvollziehbar. Die Dachgaupen werden zum Lichteinfall gebraucht und sind so gehalten, dass das Dach nicht überladen wirkt.
     
  3. Südseite: Diese Seite ist dem Hof zugewandt und wenig einsehbar. Auch hier will Fam. Kierstein das Erscheinungsbild nur durch neue hinzugefügte Glaselemente und großzügige Glastüren, die zur Belichtung des Innenraumes nötig sind, verändern. Der Lichteinfall ist hier durch das Haupthaus bzw. einem sehr großen Baum eher gering. Die Gaupen sind auf das nötigste beschränkt.
  4. Westseite: Diese Seite ist kaum einsehbar. Selbst vom kleinen Weg zur Bademöglichkeit (Flurstück 196/1) wird der Blick durch die Hecke und Baumbestand verwehrt. Durch den Einbau eines zweiten „Scheunentores“ kann der Wohnbereich belichtet werden. Aus Symmetriegründen hat sich Fam. Kierstein zu dieser Variante entschlossen und somit bleibt der Scheunencharakter erhalten. Im Giebel sollen moderne Glaselemente die Unterscheidbarkeit zwischen alt und neu erleichtern. Alle Glaselemente, Türen und Fenster werden in Aluminium oder Holz (grau) gefertigt.
Beschluss:

Beschluss:

Die Gemeindevertretung beschließt:

  1. Die geplante äußere Gestaltung widerspricht nicht den im B-Plan Nr. 3 enthaltenen Festsetzungen zur äußeren Gestaltung von Gebäuden.Für die  geplante äußere Gestaltung der Scheune wird das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
  2. Für die geplante Nutzungsänderung (Scheune in Wohnen) wird ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

 

Das gemeindliche Einvernehmen wird erteilt.

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Gesetzl. Anzahl Gemeindevertreter              : 7

davon anwesend                                          : 6

Ja-Stimmen                                                        : 6

Nein-Stimmen                                                        : -

Stimmenthaltungen                                          : -

 

Bemerkung: Auf Grund des § 24 Kommunalverfassung haben folgende Mitglieder der Gemeindevertretung weder an der Beratung noch an der Abstimmung mitgewirkt: Herr Dr. Kierstein