Erste Bilanz bei der Renaturierung der SchildeMit dem Rückbau der Wehre und Sohlschwellen in Karft und Woez hat im September die Umsetzungsphase des Projektes begonnen.
Am 13.10. trafen sich die Beteiligten des Renaturierungsprojektes Lebensader Schilde in Karft, um gemeinsam mit dem Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling Bilanz zu ziehen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
Mit dem Rückbau der Wehre und Sohlschwellen in Karft und Woez hat im September die Umsetzungsphase des Projektes begonnen. Durch diese Maßnahmen wurde die Durchgängigkeit der Schilde wieder hergestellt. Ein naturnaher Beckenpass mit Steinriegeln ermöglicht es Fischen und Kleinstlebewesen nun wieder stromaufwärts zu schwimmen. Bisher haben Wehre und Sohlschwellen dies verhindert.
Diesen ersten praktischen Maßnahmen waren umfangreiche Planungen und Informationsveranstaltungen vorangegangen, bei denen alle Beteiligten aktiv eingebunden waren. Das Renaturierungsprojekt Schilde ist für das Land Mecklenburg Vorpommern unter verschiedenen Gesichtspunkten ein Modellprojekt. Bei der Entwicklung der Renaturierungsmaßnahmen wurden nicht nur die ökologischen Ziele verfolgt, sondern auch die Ziele der Regionalentwicklung in einem ganzen Maßnahmenpaket mit berücksichtigt. Im Rahmen des Projektes wurde außerdem der erste FFH-Managementplan für ein Fließgewässer in Mecklenburg Vorpommern erstellt und durch das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Schwerin (StAUN) wurde die Schilde als Pilotgebiet für die Umsetzung der Wasserrahmenrichlinie ausgewählt.
Diese kooperative Vorgehensweise ist nur dank der vorbildlichen Zusammenarbeit vieler Beteiligter möglich. Neben den Förderprogrammen der Wasserwirtschaft und des Moorschutzes des StAUN ist insbesondere die Landwirtschaftsverwaltung durch die Anordnung des Bodenordnungsverfahrens Schilde in das Projekt stark eingebunden. Mit Hilfe des Bodenordnungsverfahrens wurde der Grundstein zu Flächenkauf und –tausch gelegt und somit die Voraussetzung für die Umsetzung der Maßnahmen geschaffen. Weitere öffentliche Traeger wie die Gemeinde Wittendörp und das Amt Wittenburg begleiten und unterstützen das Projekt aktiv. Minister Methling betonte, dass diese kooperative Arbeitsweise besonders effizient und kostensparend sei und als Beispiel für weitere Projekte dienen sollte.
Inzwischen trifft das Projekt auch bei Freiwilligen auf immer mehr Interesse. Die Freiwillige Feuerwehr, wie auch der Hegering und die Bachpaten der Schule am Friedensring in Wittenburg unterstützen die Aktivitäten, indem sie vor Ort mitwirken. Davon können sich alle im November ein Bild machen, wenn entlang der Schilde standorttypische Gehölze wie Erlen und Weiden gepflanzt werden. In den nächsten Jahren werden die Renaturierungsmaßnahmen an der Schilde fortgesetzt.
Pressekontakt Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee Elke Dornblut Wittenburger Chaussee 13 19246 Zarrentin
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